Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungsbeurteilung für berufliche Reisen und Auslandseinsätze

 

Die Fürsorgepflicht verpflichtet Arbeitgeber, Mitarbeiter vor Risiken und Bedrohungen zu schützen. Gefährdungen müssen im Vorfeld evaluiert und entsprechende Vorkehrungen geschaffen werden (§ 5 Arbeitsschutzgesetz). Arbeitgeber in Deutschland sind dazu aufgefordert, alle Risiken und Gefährdungen in einer Gefährdungsbeurteilung zu erfassen und zu bewerten. Die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung sind die Grundlage für Schutz- und Präventionsmaßnahmen im Unternehmen.


Gleichermaßen ist der Dienstgeber in Österreich nach § 18 Angestelltengesetz (AngG) verpflichtet, auf seine Kosten alle Einrichtungen bezüglich der Arbeitsräume und Gerätschaften herzustellen und zu erhalten, die mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der Dienstleistung zum Schutze des Lebens und der Gesundheit der Angestellten erforderlich sind. Weitere Regelungen finden sich in Nebengesetzen, so etwa im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG), im Arbeitszeitgesetz, im Arbeitsruhegesetz und in Sonderbestimmungen für bestimmte Branchen (etwa in Kollektivverträgen). 


Gemeinsam mit Partnern hat die International SOS Foundation Leitfäden für Deutschland und Österreich sowie eine internationale Version auf den Markt gebracht, die das Thema Gefährdungsbeurteilung für berufliche Auslandsreisen und Entsendungen intensiver beleuchten.

 

Leitfaden Gefährdungsbeurteilung  Grundevaluierung

 
Deutschland: Berufliche Auslandsreisen und Entsendungen - Leitfaden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung


Die International SOS Stiftung hat einen Leitfaden zur Gefährdungsbeurteilung für berufliche Reisen und Auslandseinsätze erstellt. Co-Autoren sind die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft (GVNW) und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Das Ergebnis: Eine Handlungshilfe für die Beurteilung von Gefährdungen und die Entwicklung von präventiven Maßnahmen - inklusive Checklisten und Interviews aus der Praxis.  

 

 

Österreich: Risikominimierung bei beruflichen Auslandsaufenthalten - Evaluierung von Dienstreisen und Entsendungen 

Die International SOS Stiftung hat einen österreichischen Leitfaden zur Risikominimierung bei beruflichen Auslandseinsätzen erstellt – gemeinsam mit der FH Campus Wien, mit den Gerlach Rechtsanwälten, der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) sowie der Wirtschaftskammer Österreich.

 

Das Ergebnis: Eine Handlungshilfe für die Beurteilung von Gefahren und die Entwicklung von präventiven Maßnahmen - inklusive Checklisten und Interviews aus der Praxis.   


 

International: Staying Safe and Healthy While Working Abroad

Dieser Leitfaden basiert auf der deutschen Originalversion "Leitfaden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung". Aufgrund der großen Nachfrage haben die International SOS Stiftung zusammen mit ihren Mitherausgebern eine internationale englische Version des Leitfadens entwickelt. Mit dem internationalen Leitfaden sind die Informationen einem breiteren Publikum zugänglich. Am Leitfaden mitgewirkt haben die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit ISSA, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und die Initiative Vision Zero.